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FC Khatsalano

Ärger

Die Fusspedalen sind ein Witz. Hängend an den beiden oberen Deckstäben angebracht, schränken sie den ohnehin knappen Fussraum weiter ein. Ausserdem finden bei dieser Konstruktion die Fersen nirgendwo Halt. Das Steuerblatt ist durch seinen hohen Befestigungspunkt in seiner Wirksamkeit stark eingeschränkt, weil das Blatt nur wenige Zentimeter seiner imposanten Länge tatsächlich im Wasser ist. Dazu kommt die relativ kurze Führung der Steueraufhängung am Hecksteven, die sich wegen der starken Hebelwirkung des Blattes verdrehen kann und infolge dessen das Blatt verkantet. Natürlich versuche ich weitgehend ohne Steuer zu fahren, doch hatte ich Anfang März eine Situation, in der ich das unbeladene Boot nicht durch den starken Gegenwind gedreht bekam und darum das Steuerblatt herunterliess - welches dann querab von Wind und Wellen leider auch prompt versagte. Also besser nicht aufs Steuer vertrauen, lieber die Grenzen der eigenen Fähigkeiten weiter verschieben. Leider muss ich dem Khats auch eine extreme Luvgierigkeit bescheinigen. Ich habe auch mit dem Snap-on-Skeg experimentiert. Unbeladen ist es damit bei Wind nicht möglich das Boot vernünftig auf Kurs zu halten. Das liegt wohl auch an der unmöglichen Platzierung mehr als 1 m vom Heck entfernt. Mit Fahrtengepäck ist dagegen relativ entspanntes Paddeln möglich, wenn man viel Gewicht nach achtern packt und zugleich eine Tasche, Packsack o. ä. vorn auf das Oberdeck schnallt. So ganz das Wahre ist das aber in meinen Augen nicht, mehr dazu deshalb im letzten Teil.

Der Aufbau des Bootes ist zwar logisch, aber fummelig. Besonders das Ausrichten der vorderen Gerüsthälfte in der Haut zieht sich bei mir ziemlich hin (in der Aufbauanleitung nehmen Tips zur Ausrichtung des Gerüstes eine ganze Seite ein!). Auch das Einsetzen der Spanten 3 und 4 ist immer wieder eine Fluch- und Fummelorgie. Am Spannmechanismus gibt es dagegen nichts auszusetzen. Peter Mayer schrieb im Faltbootforum, wie unterschiedliche Spannungen von Kielrohr und Dollborden zu komplett anderen Fahreigenschaften führen. Das funktioniert tatsächlich, entlastet aber die Kielleiste über Gebühr. Ohne Seesocke lässt sich das in Wellen sehr gut beobachten. Nach einer eigentlich harmlosen Hebeaktion fand ich das Kielrohr sogar komplett ausgehakt vor - nicht gut! Das passiert auch gerne nach längerer Nutzung, nach einigen Tagen ist also Nachspannen angesagt.

Da mir das veränderte Fahrverhalten nach dem Peterprinzig aber so gut zusagt, habe ich die Kielleiste mit zusätzlichen Federschnappern gesichert (siehe Bild im letzten Teil).

Aluminium ´blüht` bei (Salz)wasserkontakt. Solcherart korrodierte Steckverbindungen sind dann kaum noch auseinander zu bekommen. Auch muss man auf grosse Sauberkeit beim Aufbau achten, um die Steckverbindungen sandfrei zu halten. Nach dem Gebrauch gilt es auf jeden Fall, die Steckverbindungen ordentlich zu trocknen und mit teflon- oder silikonhaltigen Sprays bzw. Pasten zu pflegen. Die PE-Spanten können sich unter Hitzeinfluss verformen. Die Werft empfiehlt in solchen Fällen erneutes Erhitzen und Geradebiegen.

Aktualisierung: 11/06/2017
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