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Harpoon I

Ein Erfahrungsbericht von Michael Willmes

Danach ging es etwas flotter voran, wenn auch wieder die Tücken im Detail lagen: Nach Zusammenbau von Vorder- und Hinterschiff und Einschieben der Teile in die Haut, ist es mir zweimal passiert, dass eine der am Heck- bzw. Bugsteven eingehängten Senten sich beim Verbinden der Senten untereinander aus der Halterung gelöst hat. An ein Einfädeln im zusammengebauten Zustand ist nicht zu denken, also wieder die Bordwände und die Bodenleiter einklappen/entspannen, Gerüsthälfte(n wieder aus der Haut ziehen, Sente wieder einhängen und das ganze von vorn. Nachdem mir das zweimal passiert war, habe ich mir folgende Lösung ausgedacht (die auch funktioniert): Ich habe einen Korken einer Weinflasche in vier Scheiben geschnitten, jeweils ca. 8 mm stark. In die Mitte jeder Scheibe habe ich ein kleines Loch gebohrt und diese Korkscheiben nach Einhängen der Senten in die Beschläge an den Steven über die s-förmigen Haken der Rundsenten gesteckt. Dadurch wird ein Herausrutschen der Haken aus den Beschlägen wirksam verhindert. Das Einsetzen der drei mittleren Spanten erforderte auch ziemlich viel Kraft, die Bordwände stehen unter ziemlicher Spannung. Überwindung kostete dann noch das Biegen der Waschbordhölzer, bis sie die ihnen vorgegebene Form annahmen. Die Haut passt perfekt, selbst bei noch nicht aufgeblasenen Luftschläuchen sieht das Boot schon recht komplett aus und wirft kaum Falten. Das Einhängen der drei Ösen des Oberdecks in die Schrauben des Waschbordabschlusses ist wiederum sehr mühsam und schweißtreibend, da man dabei Angst hat, das Gewebe zu zerreißen. Die mitgelieferte Spritzdecke passt wiederum perfekt, ob die Fixierung mittels Klettband am Süllrand allerdings der Weisheit letzter Schluss ist, muss die Zukunft erweisen.

Aktualisierung: 11/06/2017