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Modul-Boot "Mercury"

Freude

Als Einer ist das Boot eine Wucht! Es ist schnell aufgebaut, flott zu paddeln und bei konsequenten Paddel- und Rudereinsatz unerwartet wendig. Die Anfangs- und Endstabilität empfinde ich als angenehm. Es ist genügend Stauraum für mein - zugegebenermaßen recht spartanisches - Urlaubsgepäck vorhanden.

 

Als Zweier wird das Bild etwas zwiespältig. Natürlich ist auch diese Kombination flott zu paddeln, es ist aber schon deutliches Spiel in den Verbindungen zu spüren. Das Manövrieren ist selbst mit meinen Modifikationen am Steuer recht mühsam, zudem man bei flotten Kurven aufpassen muss, dass das Boot nicht über seine eigene Welle stolpert. Für Urlaubsfahrten zu zweit scheint mir der Stauraum nicht ausreichend, ein verlängertes WE geht erwiesenermaßen aber.

 

Ärger

Die an den Verbindungen recht massive Materialstärke fordert ihren Tribut: Ist schon der Einer recht schwer, wird spätestens das Schleppen des Zweiers zur Qual. Ein Bootswagen ist hier Pflicht, zumal so die Verbindungen entlastet werden.

Diese patentierten „Snap-Tap“-Verbindungen sorgen für den nächsten Ärger: Zwar sind die Module dank dieser Plastestrapse (in der Art überbreiter Kabelbinder) einfach und schnell zusammengesteckt, diese Einfachheit bezahlt man aber mit deutlichem Spiel zwischen den Modulen. Der Versuch, dem durch festeres Anziehen der „Snap-Taps“ zu begegnen, wird mit Durchrutschen der Plastestrapse und in Folge dessen der Zerstörung der zum sicheren Halt notwendigen Zahnung bestraft. Ersatz kostet mindesten 15 € pro Stück. Gegen das Spiel in der unten liegenden Verbindung hilft natürlich kein noch so starkes Festziehen.

Ausserdem bedarf die Mechanik der Ruderflosse regelmässiger Pflege. Ohne häufiges Reinigen und Schmieren reicht die Kraft der eingebauten Spiralfeder bald nicht mehr zum Herablassen der Flosse aus. Eine passende stärkere Feder habe ich bisher noch nicht auftreiben können.

Aktualisierung: 23/04/2017