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FC Khatsalano

Fakten

L:543 cm; B:60 cm (S-Version, sonst 56 cm); G:22kg; NP(2006):rd. 4500 ¤; benannt nach der besten Ehefrau von allen:"Bella"; verkauft im September 2012

 

Allgemein

Der Khatsalano ist die faltbare Interpretation eines Kajaks grönlandischen Typs und wird von der kanadischen Faltbootwerft Feathercraft gebaut. Die Boote dieser Firma geniessen weithin einen hervorragenden Ruf, dieser ist aber meiner Meinung nach eher auf den Preis (´was teuer ist, muss gut sein`) und das verwendete Hautmaterial, als auf grundlegend andere, überragende Fahr- oder Aufbaueigenschaften zurückzuführen. Das als Hautmaterial verwendete polyurethan-beschichtete Nylon (und die damit zwingend einhergehende, sehr teure Schweisstechnik zur Verbindung der Hautteile) stellen allerdings eine Besonderheit im Faltbootbau dar. Für die Längsteile des Gerüstes kommen Aluminiumrohre zum Einsatz, die Spanten bestehen aus HD-PE. Beide Materialien sind im Einsatz nicht unproblematisch, dazu später mehr. Meinen Khatsalano S habe ich gebraucht erworben. Er unterscheidet sich von seinem buchstabenlosen, 4 cm schmaleren Bruder nur durch die etwas grösseren Luftschläuche.

 

Freude

Der Khats paddelt sich fantastisch und liegt mit einer betörenden Eleganz im Wasser. Bei vorschriftsmässiger Spannung ist er auch unbeladen ein guter Geradeausläufer, lässt sich aber mit einem beherzten Hüftknick prima drehen. Man ist mit ihm sehr flott unterwegs, bei zahmem Wetter ist ihm aber mein Cooper geschwindigkeitsmässig voraus.

Etwas irritiert mich die Tatsache, dass das Boot keine deutliche Endstabilität aufweist (`bis hierher und nicht weiter´), sondern sich leicht auch über den Kenterpunkt hinaus ankanten lässt. Dieser ist allerdings erst erreicht, wenn das Wasser schon deutlich über dem Süllrand steht. So ein Verhalten (`das war jetzt zu viel´) kannte ich bisher nicht und durfte darum schon die eine oder andere Schrecksekunde erleben. Aber das muss bei dieser Art Kajak wohl auch so sein. Genauso typisch ist auch das ausgeprägte Nasslaufen. Wellen werden nicht überfahren, sondern durchschnitten, so dass immer mit SD gefahren werden sollte. Selbst ein eigentlich harmloses Schleusenmanöver brachte mich schon in Verlegenheit, als das von vorne einschiessende Wasser den Khats an den Schleusenboden saugte und zugleich die Flutwelle auf das flache Oberdeck stieg. Im Nu stand das Wasser bis über die Spritzdecke ! Nur kräftigstes Stützen verhinderte ein Maleur. Was aber ein wahrer AHA-Effekt für jeden altgedienten Falter sein dürfte: das Boot ist wirklich dicht, kein Tröpfchen Wasser findet unter normalen Bedingungen seinen Weg in das Bootsinnere - toll! Sitz und Bootskontakt sind fantastisch, bedingen bei meinen Massen (189cm/85kg/SG 44) aber ein langwieriges Einfädeln und den Verzicht auf richtiges Schuhwerk.

Aktualisierung: 11/06/2017
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